Olsenbande-Drehorte in Jütland: Hanstholm und die Bunker-Tour

Während fast alle Olsenbande-Filme fest in Kopenhagen verankert sind, bricht ein Teil der Reihe bewusst mit diesem Muster: „Die Olsenbande fährt nach Jütland“ von 1971 ist der einzige Film der Serie, der zum größten Teil weit außerhalb der Hauptstadt entstand – rund 300 Kilometer nordwestlich, in der rauen, wunderschönen Küstenregion Thy.

Historische Bunkeranlage an der Nordseeküste bei Hanstholm, Drehort der Olsenbande

Ein Schatz, ein Bunker und die Nordseeküste

Die Handlung führt die Bande auf die Spur eines im Zweiten Weltkrieg versteckten Schatzes in einem alten deutschen Atlantikwall-Bunker – und genau dort, wo die Geschichte spielt, wurde auch gedreht. Vom 18. Mai bis 23. Juni 1971 filmte das Team rund um Hanstholm, damals wie heute ein kleiner, urwüchsiger Küstenort im äußersten Nordwesten Jütlands. Die eindrucksvollen Bunkeranlagen, durch die Egon im Film streift, gehören zur ehemaligen Festungsanlage Hanstholm und sind bis heute erhalten.

Die wichtigsten Original-Schauplätze

Rund um Hanstholm und im benachbarten Vigsø lassen sich bis heute mehrere Original-Drehorte besuchen: das Anwesen von Schrotthändler Mads Madsen in Vigsø, der Strand mit den Bunkeranlagen, die Hauptstraße von Hanstholm mit Tankstelle und Hotel sowie der markante Leuchtturm, der im Film immer wieder im Hintergrund auftaucht. Etwas weiter südlich, in Agger am äußersten Zipfel des Nationalparks Thy, liegen der kleine Bahnhof, an dem sich die Bande eine Draisine „ausleiht“, sowie die Schauplätze der Verfolgungsjagden. Die Abschlussszene des Films wurde schließlich im nahen Thyborøn gedreht.

Ein Museum, das die Filmgeschichte lebendig hält

Das Bunkermuseum Hanstholm hat die besondere Bedeutung des Ortes für die Fankultur längst erkannt: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums widmete es dem Film eine eigene Sonderausstellung samt Begleitbuch, entwickelt gemeinsam mit dem Olsenbandenfanclub Deutschland und Nordisk Film. Wer möchte, kann sich dort sogar einer kostenlosen, rund vier Kilometer langen Drehort-Tour anschließen, die an den Originalschauplätzen direkt in Hanstholm vorbeiführt.

Leuchtturm von Hanstholm, im Hintergrund mehrerer Szenen der Olsenbande sichtbar

Warum sich der Ausflug nach Jütland lohnt

Anders als die urbanen Schauplätze in Kopenhagen bietet Jütland ein völlig anderes Olsenbande-Erlebnis: raue Natur, Nordseewind und historische Bunkeranlagen statt Straßenzüge und Fassaden. Für Fans, die tiefer in die Filmgeschichte eintauchen möchten, ist dieser Abstecher eine lohnende Ergänzung zu den zentralen Schauplätzen in der Hauptstadt – mehr dazu auf unserer Übersichtsseite zu den Olsenbande-Drehorten in Kopenhagen.

Kopenhagen als Ausgangspunkt Ihrer eigenen Spurensuche

Unsere Kultreise „Auf den Spuren der Olsenbande“ konzentriert sich auf die dichten, gut zu Fuß erreichbaren Schauplätze in und um Kopenhagen – die perfekte Gelegenheit, in die Welt der Bande einzutauchen, ohne eine lange Rundreise durch ganz Dänemark planen zu müssen.

Dünenlandschaft im Nationalpark Thy, Schauplatz von 'Die Olsenbande fährt nach Jütland

Häufige Fragen zu den Olsenbande-Drehorten in Jütland

"Die Olsenbande fährt nach Jütland" von 1971 ist der einzige Film der Reihe, der überwiegend außerhalb Kopenhagens entstand – hauptsächlich in der Küstenregion Thy rund um Hanstholm.

In und um Hanstholm liegen mehrere Original-Drehorte, darunter die historischen Bunkeranlagen, die Hauptstraße mit Hotel und Tankstelle sowie der Leuchtturm. Das Bunkermuseum Hanstholm bietet zudem geführte Touren zu den Schauplätzen an.

Hanstholm liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Kopenhagen an der jütländischen Nordseeküste und ist damit ein eigener, mehrtägiger Ausflug wert.

Unsere Kultreise „Auf den Spuren der Olsenbande" konzentriert sich auf die dicht beieinanderliegenden Schauplätze in und um Kopenhagen. Ein Ausflug nach Jütland eignet sich gut als eigene, separate Erweiterung für besonders leidenschaftliche Fans.